Wie der Name schon verrät schmecken Bitterstoffe bitter.
Daher werden bittere Lebensmittel wegen ihres Geschmacks oft vermieden. Doch unser Körper braucht Bitterstoffe um verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper gut zu erledigen.
Bereits in alten Zeiten wurden die Heilsamen Bitterkräuter zu Medizin verarbeitet.
Eine Kur mit Bitterkräutern wirkt im Allgemeinen besonders förderlich bei Problemen mit der Fettverdauung, bei mangelndem Gallefluss, oder bei einer allgemeinen Darmträgheit, denn mithilfe von Bitterdrogen lassen sich Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm zuverlässig aktivieren.Den Pflanzen dient der bittere Geschmack als Fraßschutz.

Verdauung beginnt bereits im Mund

An unserem Zungengrund findet man die bitteren Geschmacksknospen. Sie wirken sekretionsfördernd auf Speichel- und Magensaft.

Tatsächlich können viele bittere Geschmacksstoffe auf der Zunge Rezeptoren aktivieren, die wichtige Prozesse im Körper auslösen können. Durch das Einnehmen der Kräuter pur können diese Geschmacksstoffe direkt mit den Rezeptoren interagieren und ihre Wirkung schneller entfalten.

Allerdings sollte man bedenken, dass der Geschmack von reinen Bitterkräutern nicht jedermanns Sache ist. Einige Menschen finden ihn sehr unangenehm. In solchen Fällen kann die Verdünnung mit Wasser eine angenehmere Möglichkeit sein, die Kräuter einzunehmen, ohne den Geschmack zu stark zu spüren, während sie dennoch wirksam sind.

Letztendlich ist es wichtig, die Einnahme von Bitterkräutern in einer Form zu wählen, die für die individuellen Vorlieben und Bedürfnisse am besten geeignet ist, solange die Wirksamkeit nicht beeinträchtigt wird.

Bitterstoffe unterstützen die Verdauung

Bitterstoffe unterstützen die Leber, regen den Gallenfluss an, stimulieren die Bauchspeicheldrüse und steigern die Produktion der Magensäfte. Dadurch wird die Verdauung erleichtert und die Aufnahme von Mineralstoffen und Vitaminen verbessert. Durch das Anregen des Verdauungsfeuers(Agni) kann sich der Körper schneller von Ablagerungen befreien und der Stoffwechsel arbeitet besser.

Bitterstoffe regen die Leber an

Auch wird die Hormonbildung in der Leber angeregt, was wiederum regulierend für die Schilddrüsenfunktion wirkt.

Bitterstoffe regulieren den Säure-Basen Haushalt

Zudem reduziert der regelmäßige Verzehr von Bitterstoffen den Säuregehalt im Körper, was vor allem bei typischen Übersäuerungs-Erkrankungen wie Gicht oder Rheuma von großer Bedeutung ist.

Bitterstoffe helfen beim Abnehmen

Außerdem sorgen Bitterstoffe durch ihren Geschmack dafür, dass das Sättigungsgefühl schneller einsetzt, was insbesondere beim Abnehmen förderlich wirkt. So wie das Hungergefühl abnimmt, verringert sich auch der Heißhunger auf Süßes. Wenn man Heißhunger auf Süßes hat, einfach 1-2 Tropfen Bitterkräuter Tinktur pur auf die Zunge tropfen. Dies lindert den Süßhunger.

Bitterstoffe lindern Magen-Darm Beschwerden

Auch bei Magenverstimmungen, Magendruck, Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen können Bitterstoffe Abhilfe schaffen. Oft treten diese Beschwerden nach dem Verzehr von stark fettigen oder Kohlenhydrat-haltigen Speisen auf. Doch ist oft auch zu schnelles und zu wenig gründliches Kauen die Ursache für Magen-Darm Beschwerden und hier können Bittertropfen sehr gut Abhilfe schaffen.

Die Anwendung von Bitterkräutern
Bitterkräuter kann man als Tinktur oder bitteren Tee einnehmen.

Bitterstoffe richtig einnehmen
Nimmt man Bitterkräuter zur Anregung der Verdauungssäfte sollte man die Tinktur oder den Tee 30min vor dem Essen einnehmen. Hierzu wäre es gut die Tropfen immer pur auf die Zunge zu träufeln. Das ist zwar nicht gut aber sehr wirkungsvoll. Nach dem Essen eingenommen, unterstützen sie bei Bauchdrücken, Völlegefühl oder Blähungen.

Nebenwirkungen bei der Anwendung von Bitterstoffen
Manchmal treten Kopfschmerzen, Übelkeit und Brechreiz auf.
Vorsicht bei der Dosierung! Bei einer Überdosierung kann es manchmal zu leichten Magenschmerzen kommen. Diese werden von der im Übermaß produzierten Magensäure ausgelöst. Das äußert sich nicht in Form von Sodbrennen, oder als Schmerz im Bereich des Oberbauchs. Werden die Tropfen für einige Tage weggelassen, legt sich der Schmerz dann rasch wieder.
Auch kann es bei zu hoher Dosierung zur Sekretionshemmung kommen.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Die bitteren Stoffe Naringin und Furanocumarin welche in der Grapefruits vorkommen, vertragen sich mit einigen Medikamenten nicht.

Indikation und Kontraindikation:
Bei einem Magensäuremangel sind Bitterkräuter sehr gut.
Bei einem Magensäureüberschuss(Reflux), Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür und bei Gallensteinen sollten keine Bitterkräuter verwendet werden.

 

Bitterkräutertee:
Da Bitterstoffe hitzeempfindlich sind, dürfen sie nur kurz überbrüht werden. Ziehzeit der Bitterkräuter sollte daher ca. 5 Minuten sein. Der bittere Geschmack darf nicht durch den Zusatz von Zucker, Honig, etc aufgehoben werden. Eine gute Alternative ist Süßholzwurzel. Dies ist besonders bei Kinder hilfreich, da diese besonders empfindlich auf bittere Substanzen reagieren.

 

Bitterkräutertinktur
Tinkturen sind oft einfacher einzunehmen.
Will man keinen Tee trinken, und stattdessen eine Bitterkräuter-Tinktur verwenden, wird 1/2TL der Tinktur pur oder mit einem Glas Wasser oder mit einem Tee vermischt.

Abendvortrag – Heilsame Bitterstoffe

Wenn du mehr über Bitterstoffe und deren Wirkung erfahren möchtest, besuche doch meinen Abendvortrag über Bitterstoffe am 11 April 2024 im Ayurveda Naturladen in Fürstenfeld.

 

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Viel Spaß beim Ausprobieren!
Alles Liebe Tanja Pinter

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